“Let´s cross that bridge“

…so lautete das Motto der Andacht zum Schuljahresbeginn am bkh, auf die die regelmäßig daran teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer sich einfach immer wieder freuen: Weil diese Andacht, die Pfarrer und Religionslehrer Michael Morgenthal unter Mitwirkung engagierter Kolleginnen und Kollegen gestaltet, stets ein Highlight ist, das seine Wirkung nachhaltig entfaltet.
 
„Wenn der letzte Tag der Ferien noch ein Rastplatz war, so ist mit dem Schulbeginn der Anfang der Brücke erreicht, die ihren Weg durch das kommende Schuljahr weist“, so Morgenthal. „Es ist gut, dass es Brücken gibt, denn ohne sie wäre manches Ziel nur schwer zu erreichen. Nicht immer aber kann man von dort, wo die Brücke beginnt, schon sehen und erkennen, was am anderen Ende liegt.“ Einerseits freue man sich als LehrerIn auf das, was vor einem liege, auf die Menschen, Themen und Aufgaben. Aber zugleich wisse man, dass jenseits der Brücke so einiges warte, was auch nachdenklich mache oder Sorgen bereite. Wird die Brücke also halten?
 
In diesem Zusammenhang verwies Michael Morgenthal auf den „fast schon antiken Hit“ von Simon und Garfunkel: „Bridge over troubled water“, der als leiser Hintergrundsound seine Ansprache untermalte. Die Botschaft: „Wenn du im Strom der Schwierigkeiten schwimmst, lege ich mich als Brücke darüber um den Weg leichter machen.“ Das drücke, so Morgenthal, das Verhalten eines Menschen aus, der sich selbst als Brücke für einen anderen anbietet um diesem einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Und das zeichne ja auch die LehrerInnen aus, die oftmals eine Brücke für ihre SchülerInnen sowie Kolleginnen und Kollegen seien, wenn sie ihnen in einer Notlage hälfen und ihnen wieder ein Stück Weg unter die Füße schöben.
 
Um die Anwesenden daran zu erinnern, dass sie ihre Brückenfunktion auch im neuen Schuljahr behalten mögen, verteilte er an alle das stets mit Spannung erwartete kleine „give-away“ mit entsprechendem Symbolgehalt: Diesmal einen kleinen bunten Holzbauklotz in Form einer Brücke – klein genug, um ihn in die Tasche zu stecken und bei sich zu tragen, damit er seine Erinnerungsfunktion auch möglichst wirksam erfüllen kann. „Die kleine Brücke soll euch von Zeit zu Zeit an die Brücken erinnern, die ihr schon hinter euch gelassen habt und an die, die vor euch liegen – oder auch an die Menschen, die euch Brücke waren und  für die ihr Brücken sein konntet bzw. im kommenden Schuljahr sein könnt“.
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Als Dank für die intensive und berührende Rede erhielt aber auch Michael Morgenthal ein kleines Präsent mit augenzwinkernder symbolischer Aussagekraft überreicht: Eine kleine gelbe Plastikente im schwarzen Outfit eines Pfarrers und passender Kopfbedeckung im Stil von Martin Luther sowie einer unter den Flügel geklemmten Bibel. Sie verweise nicht nur auf anschauliche Art auf die Zugehörigkeit zu seiner Religions“fraktion“, meinten die Anwesenden. Vor allem hätten Enten eine ganz besondere Fähigkeit: Wenn Brücken mal reparaturbedürftig seien oder man sie aus irgendeinem Grund gerade nicht überqueren wolle oder könne, so könnten sie jederzeit mit Leichtigkeit unter ihnen herschwimmen…
 
Der Dank der TeilnehmerInnen an der Andacht geht aber auch an die musikalischen Begleiter Karl Funke, Benjamin Kampmann und Wolfgang Stanzel sowie an die mitgestaltende Religionskollegin Ulrike Körner. Hätten Simon und Garfunkel ihre außergewöhnliche Vortragsstimme gekannt, sie hätten für sie garantiert einen Platz in ihrem best of-Album geschaffen!   

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