„Bilder im Kopf“ für Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik

Am 22.05.2017 fand im Forum des bkh eine Ausstellung unter dem Titel „Bilder im Kopf – Vielfalt in Kinder- und Jugendmedien“ statt. Am 22.05.2017 fand im Forum des bkh eine Ausstellung unter dem Titel „Bilder im Kopf – Vielfalt in Kinder- und Jugendmedien“ statt.

Am 22.05.2017 fand im Forum des bkh eine Ausstellung unter dem Titel „Bilder im Kopf – Vielfalt in Kinder- und Jugendmedien“ statt.

Vielfaltaspekte sind u.a. Religion und Weltanschauung, Migration und Flucht, Familie, Gender, sexuelle Identität, Sprache, Körper und Psyche. Klar ist: Medien haben heute eine zunehmende Bedeutung für Kinder bei der Entwicklung einer Vorstellung von der Welt und bei der Entwicklung ihrer Sprache. Sie vermitteln Wissen, regen die Phantasie an, führen an unterschiedliche Lebenswelten heran, erweitern den Horizont über das sinnlich Erfahrbare hinaus und schaffen Bilder im Kopf. Und genau hierin liegt für ErzieherInnen eine große Herausforderung, denn sie wissen: Kinder und Jugendliche brauchen Medien, die sie bestärken, die ihnen zeigen, dass sie als selbstverständlicher und aktiver Teil dieser Gesellschaft dazu gehören.

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen folgende Fragen: Welche Darstellungen finden sich in Bilderbüchern? Welche Bilderbücher öffnen Kindern und Jugendliche mit unterschiedlichem Aussehen, verschiedenen Sprachen, Glaubensrichtungen, Familien- und Lebensformen, Handicaps, sozialen Lagen und Milieus, geschlechtlichen Identitäten oder Vorstellungen über Geschlechterrollen Identitätsfiguren? Wie werden unterschiedliche Lebensformen in Bilderbüchern thematisiert? Welche Bücher und Medien stärken die Haltung gegen Stigmatisierung und Diskriminierung?

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V.l.n.r.: Natascha Fröhlich vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V, Petra Stolten, Multiplikatorin für alltagsintegrierte Sprachbildung der Stadt Hattingen und Mechthild Böker, Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik


Um sich über das Medienangebot zu informieren, standen den Studierenden gleich zwei Fachfrauen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Von Natascha Fröhlich vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V. konnten sie erfahren, warum eine bewusste Auswahl von Medien für Kinder wichtig ist, welche Leitfragen dabei helfen können und warum es sinnvoll ist, mit Kindern über Ideologien der Ungleichheit wie beispielsweise Rassismus zu sprechen. Auch Petra Stolten, Multiplikatorin für alltagsintegrierte Sprachbildung der Stadt Hattingen war anwesend, um die Studierenden mit ihrer Fach- und Beratungskompetenz zu unterstützen.

IMG 7286 1024ErzieherInnen des Aufbaubildungsgangs „Fachkraft für inklusive Bildung und Erziehung“
bei der Veranstaltung im Nachmittagsbereich.


An dieser Stelle eine Anmerkung für alle, die an einer solchen Weiterbildung interessiert sind:
Ein neuer Aufbaubildungsgang zur „Fachkraft für inklusive Bildung und Erziehung“ beginnt
im Februar 2018.

Träger des Projekts ist der Verband binationaler Familien und Partnerschaften NRW. Es wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert und setzt an dem Anti-Bias-Ansatz an. Dieser macht deutlich, wie Erziehende Kinder stärken können angesichts der bestehenden gesellschaftlichen Ungleichheit. Schon im zweiten Lebensjahr werden sich Kinder darüber bewusst, welche Merkmale gesellschaftlich positiv oder negativ bewertet werden. Dies beeinflusst ihre persönliche Entwicklung. Erziehende können jedoch einer Stigmatisierung bewusst entgegen wirken, wenn sie gut auf diese Aufgabe vorbereitet sind. Und eben dieser Vorbereitung diente die Bilderbuch- und Materialausstellung im Forum des bkh, zu der auch Bücher aus der hauseigenen Mediothek gehörten. Sie lieferten zahlreiche Beispiele, an denen der Aspekt Vielfalt aufgegriffen oder explizit zum Thema gemacht werden kann.

Hier konnten sich sowohl die angehenden als auch die bereits im Berufsleben stehenden ErzieherInnen des Aufbaubildungsgangs Inklusion in Ruhe informieren, diskutieren, fotografieren, durchblättern, lesen. Und wer sich erst einmal festgelesen hatte, dem lief die Zeit davon… Schade, dass nicht noch mehr davon zur Verfügung stand!

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