Warum flüchten Menschen?

Vom 19.06.-01.07.2019 fand im Foyer des bkh eine Ausstellung zum Thema "Fluchtgrund" statt. Darin informierte der Verein earthlink. e.V. über die Gründe, die Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen.

Der Schwerpunkt lag insbesondere auf den Zusammenhängen zwischen Wirtschaft und Politik in Industriestaaten und den daraus resultierenden Problemen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die zum Verlassen der Heimat beitragen.

In Form von Projekten unterstützt earthlink e.V. in Deutschland seine Informationsarbeit und Kampagnen und zeigt damit die Verantwortung für eine „gerechtere Welt“ auf. Der Verein setzt sich ein für eine sozial und ökologisch verträgliche Entwicklung weltweit. Er betrachtet es als ist eine der größten und wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, eine sozial und ökologisch nachhaltige Entwicklung voran zu treiben und möchte das nicht allein der Politik und der Wirtschaft überlassen. Daher fördert earthlink e.V. die Eigeninitiative von Menschen im Süden, die ihren Lebensraum bewahren und ihre Lebenssituation verbessern wollen

Unter dem Link https://www.earthlink.de/unsere-arbeit/kampagnen/fluchtgrund/ ist folgendes zu lesen: „65,3 Millionen Menschen waren 2015 auf der Flucht, die Hälfte davon waren Kinder. Einer von 113 Menschen weltweit ist entweder Asylsuchender (3,2 Millionen Menschen), Flüchtling (21,3 Millionen) oder Binnenvertriebener (40,8 Millionen). Die Zahl der Flüchtenden ist so hoch wie nie, vor zehn Jahren waren es 37,5 Millionen. Umso aktueller und wichtiger ist die Aufklärung, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Pro Minute fliehen 24 Menschen wegen Krieg, Konflikten, Verfolgung oder fehlender Existenzgrundlage aus ihrem Heimatland. Der Nahe Osten und Nordafrika nimmt 39 Prozent der Flüchtlinge auf, Europa nur etwa sechs Prozent, obwohl die Industrienationen fast immer Mitverantwortung an den Fluchtursachen tragen.“

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Die Wanderausstellung, die kostenlos an Schulen, Jugend- oder Gemeindezentren verliehen wird, fand auch bei den angehenden Erzieherinnen und Erziehern aus der Qek intensives Interesse. Sie informierten sich ausführlich über Ausbeutungsmechanismen, die dramatische Ernährungs- und Gesundheitssituation in zahlreichen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, über Umweltzerstörungen und Klimaveränderungen sowie geopolitische Desaster und Kriege – allesamt Gründe dafür, dass Menschen aus ihren Heimatländern nach Europa fliehen.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Politiklehrerin Dana Tiemann, die dafür sorgte, dass die Ausstellung zwei Wochen lang im bkh zu Gast sein konnte.

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